Kindsbach, Bunker "Cave" - ACE-High-Journal

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Kommandostände (Gefechtsstand, "CRC", "CAOC", Flab-FlaRak Hawk, Flab-FlaRak Nike, Flab-FlaRak Pershing, NADGE)
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  • Kindsbach
  • Bunker "Cave" "KUF"
  • KUF, Kindsbach Underground Facility
  • Kindsbach (SOC - Sector operations centre)

49°24'55.57"N/7°37'06.05"O - 325 m.üNN
Antennen ü. GDN : L.o.S. Tower, Höhe unbekannt
SOC 3                 : Kindsbach - Bunker "Cave"
Site Code             : Cave
Site Code 1995     : Passport (1955) für ADOC/COC
Status                  : Aufgegebene Nutzung
Status heute         : Private Nutzung (Besichtigung nach Absprache)
Ansicht                 : Bunkeranlage, 2013
Weitere Nutzung der Liegenschaft durch:
SystemPositionStation
Kindsbach
Bunker "Cave" (KUF)
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Übersichtspläne - Bezeichnungen - Transmitterverbindungen
Linienplan (Kommandostände)

Verbindungen
Bunker "Cave" - Kindsbach > Verbindung in das nationale Fernmeldenetz - Cable Line
Bunker "Cave" - Kindsbach > ACE-High System - Station Trier Tail "fay" (Kindsbach) - Cable Line - Station mit Multiplex
Channel Capacity 60 - Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie 2,5 Km
Bunker "Cave" - Kindsbach > ACE-High System - Station Kindsbach "ABHZ" - Cable Line - Station mit Multiplex
Channel Capacity 60 - Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie 2,5 Km
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Bilddokumentationen, 2013
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Bilddokumentationen, 2018
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Beschreibungen
Link Seiten, Wikipedia
Thema, Kindsbach [3]
Autor  - Wikipedia
Quelle - Wikipedia
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"Kindsbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landstuhl an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die viertgrößte, gemessen an der Fläche jedoch die viertkleinste Ortsgemeinde darstellt.

Kindsbach ist unter anderem Standort eines zweieinhalb Hektar großen NATO-Bunkers namens Air Defense Operations Center – Kindsbach, alternativ Kindsbach Cave, der 1992 im Rahmen der Konversion bislang militärisch genutzter Flächen für die zivile Nutzung freigegeben wurde." [3]
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Thema, Ramstein Air Base [4]
Autor  - Wikipedia
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"Die Ramstein Air Base (kurz: Ramstein AB / RAB) ist ein Militärflugplatz der United States Air Force, das Hauptquartier der United States Air Forces in Europe – Air Forces Africa und das Hauptquartier des Allied Air Command Ramstein, einer NATO-Kommandobehörde zur Führung von Luftstreitkräften. Vom 603d Air and Space Operations Center auf der Ramstein Air Base werden die Planung und Steuerung der Kampfdrohnen-Einsätze im Irak, in Afghanistan, im Jemen sowie die Drohnenangriffe in Pakistan koordinier" [4]
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Thema, 59th Ordnance Brigade [5]
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"Die 59th Ordnance Brigade war ein Verband der US Army. Die Brigade mit dem Hauptquartier in der Husterhöh-Kaserne in Pirmasens umfasste über 6500 Soldaten. Sie war zuständig für Sondermunitionslager, in denen Kernwaffen lagerten, die die verbündeten NATO-Partner im Rahmen der nuklearen Teilhabe einsetzen konnten.

Das 71st Ordnance Battalion wurde 1955 in der Bundesrepublik Deutschland aktiviert. 1959 wurde aus dem Battalion das Advanced Weapons Support Command (AWSCOM) gebildet. Am 24. März 1962 wurde es in 59th Ordnance Brigade umbenannt.

Im Oktober 1972 wurden das Special Ammunition Support Command (SASCOM) und einige Einheiten mit übernommen. Die Brigade trug daraufhin auch den Zusatz SASCOM. Die Befehle für eventuelle Nuklearwaffeneinsätze wurden auf zwei verschiedenen Fernmeldenetzen übermittelt, abhängig davon, ob es sich um NATO- (SACEUR) oder US- (CINCEUR) Atomwaffen handelte. Das NATO-Hochfrequenznetz trug den Namen „Last Talk“. CINCEUR konnte „Emergency Action Messages“ an die Nuklearwaffenlager, die Custodial Detachments (die wiederum den jeweiligen nationalen Befehlshabern die Freigabe erteilten) oder an die US-Truppenteile mit atomaren Waffen übermitteln. Hierfür stand CINCEUR das Hochfrequenz-Fernmeldenetz „Regency Net“ mit der Zentrale in Pirmasens zur Verfügung. Ständig überprüfte Weitverbindungen über halb Europa von Flensburg an der Ostsee bis Erzurum in Ostanatolien gewährten die unverzügliche Weiterleitung der Befehle und Meldungen. Die Verbindung über die Alpen nach Südeuropa erfolgte ausgehend von SHAPE von Flobecq (BE) über Landstuhl (Kriegs HQ Maßweiler für USAREUR, Kindsbach für USAFE) und den Feldberg im Schwarzwald nach Dosso di Galli am Gardasee (IT) (Kriegs HQ West Star für Südeuropa).

Im Juni 1992 wurde die Brigade deaktiviert, nachdem sie ihre Aufgaben erfüllt hatte, einen großen Teil der Atomwaffen aus Europa wegzubringen.

Sie wurde 1994 am Stützpunkt Redstone Arsenal, Alabama, reaktiviert.

Mit Stand 1. Juni 1976 waren die Einheiten der Brigade an folgenden Standorten in der Bundesrepublik Deutschland (mit den hier stationierten Streitkräften Belgiens, der Niederlande, Kanadas und von 1960 bis 1966 auch Frankreichs), den Niederlanden, Italien, Griechenland und der Türkei (wobei die Einheiten in den drei letzteren Staaten truppendienstlich der Southeastern European Task Force in Vicenza unterstanden, während Pirmasens die Fachaufsicht führte) untergebracht" [5]
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die Daten

"Kindsbach ist unter anderem Standort eines 2,5 ha großen NATO-Bunkers (Air Defense Operations Center - Kindsbach) der 1992 im Rahmen der Konversion bislang militärisch genutzter Flächen für die zivile Nutzung freigegeben wurde." [3]

Anmerkung

In der unmittelbaren Nähe der ACE High-Station Kindsbach " Kindsbach Hill " - NATO Code - ABHZ, in ca. 2,5 KM Luftlinie - an einem Wohngebiet gelegen, befindet sich die Bunkeranlage "Kindsbach - "Cave".

Bis 1992 war der Führungsbunker "Kindsbach- "Cave" der 4. ATAF  (4th Allied Tactical Air Force) mit HQ in Ramstein,  unterstellt.   

In der Bunkeranlage befand sich auch das Sector Operation Center Troposcatter, sowie das 615. Aircraft Control Warning Center. Die Bunkeranlage besteht aus drei je 140 Meter langen, vier Meter hohen und 5 Meter breiten Gängen miteiner bebauten Fläche von insgesamt 4400 m2.

Hier liefen die Daten der angeschlossenen Radaranlagen und die Informationen von dem ACE High System, (über die Station Kindsbach - ABHZ - bereits in den Jahren 1962/1963 resp.später von dem AFCENT CIP - 67 System) zusammen und wurden entsprechend verarbeitet. Das Bunkersystem wurde im Jahr 1993 ausser Betrieb gesetzt.
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die Geschichte

"ADOC Kindsbach, In der Nähe von Ramstein befand sich der Standort des Air Defense Operations Center (ADOC) – Kindsbach, AKA 'Kindsbach Cave' – der Standort von Europas unterirdischem Kampfeinsatzzentrum.

Die Anlage befand sich in einem ehemaligen Kommandohauptquartier an der deutschen Westfront. Die Franzosen übernahmen nach dem Zweiten Weltkrieg die Kontrolle über den unterirdischen Bunker, 1953 übernahm USAFE die Kontrolle. Nach größeren Renovierungsarbeiten eröffnete USAFE das Zentrum am 15. August 1954.

Das Zentrum war eine hochmoderne Anlage mit 67 Zimmern, 3400m2, wo USAFE einen Luftkrieg gegen die Sowjetunion hätte führen können. Das Zentrum verfügte über einen digitalen Computer, um Bombenprobleme zu lösen, kryptografische Ausrüstung für den codierten Nachrichtenverkehr und ein eigenes Fotolabor, um Aufklärungsfotos zu entwickeln. Verantwortlich für einen Luftraum, der sich tief hinter dem Eisernen Vorhang erstreckt, in teragierte das Zentrum direkt mit dem Pentagon, der NATO, dem Obersten Hauptquartier Allied Powers Europe und allen USAFE-Stützpunkten. Mit ihrer massiven Telefonzentrale und 80 Teletype-Maschinen wurde die Höhle in alles in der Außenwelt eingesteckt. Das Zentrum erhielt mehr als 1.000 Anrufe pro Tag.

Als weiteres Maß für den Schutz war die Höhle mit eigener Wasserversorgung, elektrischen Backup-Generatoren, Klimasteuerungen, Speiseeinrichtungen und Schlafgelegenheiten für ihre 125-mann-Crew vollständig in sich geschlossen. Besucherausweise wurden selten an diese geheime Einrichtung ausgegeben.

Im Laufe der Jahre änderte sich die Führung, aber USAFE führte die Operationen durch nummerierte Air Forces. Der Kommandant des Zentrums war der USAFE Advanced Echelon. Das verglaste Büro befand sich im obersten Stockwerk der dreistöckigen unterirdischen Kommandozentrale. Direkt unter dem Büro war die Leitung für offensive Luftoperationen. Und das Büro im unteren Stockwerk war das Management für defensive Luftoperationen – einschließlich der Unterstützung der US-Armee und des deutschen Zivilschutzes. Alle drei Büros hatten einen vollen Blick auf die massive Air Operations Center Karte auf der gegenüberliegenden Wand.

Das AOC war der größte Raum in dem Komplex. Seine dreistöckige Karte wurde verwendet, um minutenlang Bewegungen von freundlichen und nicht identifizierten Flugzeugen zu zeichnen. Aber das Zentrum war viel mehr als nur eine Tracking-Station, weil es auch auf Bedrohungen reagieren konnte. Sie kannten immer den aktuellen Einsatzstatus von Luftwaffen im Theater, einschließlich Raketen, und konnten "in einem Augenblick" bewaffnete Reaktionen entsenden.

In den frühen 1960er Jahren war das manuelle Plottersystem zur Verfolgung von Flugzeugen in der Höhle und anderswo in Ganz Deutschland zu langsam und ungenau für die schnellen Reaktionen. Ab 1962 kamen im neuen Luftwaffenkontrollsystem 412L ausgebildete Flieger in Deutschland und in der Höhle an. Im Laufe des nächsten Jahres wurde die neue halbautomatische GE-Anlage installiert. Bei Fertigstellung in der Höhle wurde das aktuelle Luftbild über Ost- und Westdeutschland sowie Teilen der Östlichen Sowjetblockländer auf einem 40 Fuß mal 12 x 12 m großen Bildschirm mit Radarinformationen von verschiedenen 412L Standorten in ganz Deutschland angezeigt. Hochrangige US-Mitarbeiter überwachten die dynamische Anzeige rund um die Uhr. In den nächsten Jahren sind weitere 412L-Standorte in ganz Deutschland ins Netz aufgenommen worden, bis das manuelle System vollständig ersetzt wurde.

1984 war die Kindsbachhöhle zu klein und die Kosten für die Sanierung zu hoch geworden. Die USAFE räumte die Anlage und am 31. Oktober 1993 wurde die Kontrolle an die deutsche Regierung zurückgegeben und die deutsche Regierung gab die Anlage an den ursprünglichen Eigentümer des Grundstücks zurück. Heute ist die Kindsbachhöhle Privatbesitz, durch Führungen durch die Höhle können arrangiert werden. Die Höhle ist von Vegetation, Bäumen und neuen Wohnungen überwuchert." [4]
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heute (1)

Die militärische Nutzung der Liegenschaft wurde vollständig beendet.
2018, Das Gelände der Liegenschaft, ist unter Google Earth erkennbar.
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2018, Zufahrt zu der Liegenschaft.
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Bild - Quellenangaben
(PA) Privates Archiv
(1) Geographische Ansicht
(1) Google Earth, Google Street
(3) Wikipedia, Datei:Mariä Heimsuchung, Katholische Pfarrkirche Kindsbach.jpg
(4) Wikipedia, Datei:Husterhöh-Kaserne Pirmasens 1953.jpg
Text - Quellenangaben
[1] Wikimapia.org / Militär
[1] Wikimapia
[2] Wikipedia, Logo
[3] Wikipedia, Kindsbach
[4] Wikipedia, Ramstein Air Base
[5] Wikipedia, 59th Ordnance Brigade

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