"Clenze ist ein Flecken im Süden des Landkreises Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen.
Über die Funkübertragungsstelle Clenze 1 wurden von 1974 bis 1994 mittels Überhorizont-Richtfunk Fernsprechverbindungen zwischen West-Berlin und dem damaligen Bundesgebiet hergestellt. Da die aufwendigen Richtfunkverbindungen nach West-Berlin durch wirtschaftlichere Techniken ersetzt wurden, wird der Turm heute nur noch für den Mobilfunk genutzt.
Von der Deutschen Bundespost wurde Anfang der 1970er Jahre bei Starrel, rund vier Kilometer südwestlich, die Funkübertragungsstelle Clenze 1 aufgebaut. Sie diente, neben den Stationen auf dem Höhbeck (Funkübertragungsstelle Gartow 1/2) und Torfhaus, zur Anbindung des West-Berliner Telefonnetzes an das damalige Bundesgebiet über Richtfunk. Für die 164 Kilometer lange Richtfunkstrecke zur Richtfunkanlage Berlin-Frohnau, wo ein baugleicher Stahlfachwerkturm stand, wurden an beiden Standorten je zwei Parabolspiegel (Cassegrain-Antennen) von 18 Metern Durchmesser übereinander installiert. Vom Jahreswechsel 1974/75 an bis 1993 wurden zwischen der FuÜSt Clenze und Berlin-Frohnau mittels Scatter-Überhorizontrichtfunk bis zu 720 Fernsprechkanäle bereitgestellt. Ab 1994 wurde der 95 Meter hohe Stahlgitterturm als Richtfunkstation zwar noch genutzt, um Verbindungen nach Hamburg, Hannover, Uelzen, Sprakensehl, Zernien und Gartow herzustellen, aber auch diese Funktion fiel bald weg. Die nicht mehr benötigten 18-Meter-Parabolspiegel wurden am 22. Juni 1999 demontiert." [3]