Systeme vor dem ACE-High System von 1962 bis 1967
(AFCENT/JCA-Allied Forces Centrale Europe/Joint Microwave Agency)
Fontainebleau
- 1. AFCENT HQ, (vormals Camp AFCENT)
- AFCENT/JCA Microwave System - A-, E-, F-, D- Linien
48°24'10.03"N/02°42'08.46"O - 75 m.üNN
Antennen üGND : L.o.S. Tower, Höhe unbekannt
Site Code : 1
Status : Aufgegebene Nutzung
Status heute : Aufgegebene Liegenschaft
Ansicht : AFCENT HQ - Fontainebleau, 2010 (1)
Weitere Nutzung der Liegenschaft durch:
System | Position | Station |
Fontainebleau | A-1. Fontainebleau (Terminal AIRCENT) |
Übersichtspläne - Bezeichnungen - Transmitterverbindungen
Linienplan, von 1962 bis 1967 (AFCENT/JCA Microwave System)
Linienbezeichnungen 1964 / 1965
Station 1 bis Station 10; 1 3 8 9 10 ist die F-Linie.
Station 1 bis Station 7; 1 3 4 5 6 7 sind die Linien A und E.
Station 10 bis Station 7 ist die D-Strecke.
Die F-Linie wurde in Station 3 abgezweigt nach 8, 9 bis Station 10.
Beschreibungen
Link Seiten, Wikipedia
"Fontainebleau ist eine französische Stadt mit 15.903 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Seine-et-Marne in der Region Île-de-France. Sie liegt 55 Kilometer südlich von Paris und ist Hauptort des Arrondissements Fontainebleau.
Vom August 1953 bis April 1967 war Fontainebleau Sitz des NATO-Hauptquartiers Allied Forces Central Europe (AFCENT). In der Nähe der Stadt, auf dem Camp Guynemer, war das Hauptquartier der Allied Air Forces Central Europe (AAFCE). Nach dem Rückzug Frankreichs aus der militärischen Integration der NATO im Jahre 1966 wurde AFCENT nach Brunssum in den Niederlanden verlegt, das AAFCE bis 1974 aufgelöst." [4]
Hintergrundinformationen
1965, AFCENT
Region Central
Joint Communicatiobs Agency
Allied Forces Central Europe
Fontainebleau / France
"Vom August 1953 bis April 1967 war Fontainebleau Sitz des NATO-Hauptquartiers Allied Forces Central Europe (AFCENT). In der Nähe der Stadt, auf dem Camp Guynemer, war das Hauptquartier der Allied Air Forces Central Europe (AAFCE). Nach dem Rückzug Frankreichs aus der militärischen Integration der NATO im Jahre 1966 wurde AFCENT nach Brunssum in den Niederlanden verlegt, das AAFCE bis 1974 aufgelöst." [4]
"In Fontainebleau gab es eine Fernsprechvermittlung, mit der Vermittlungsbezeichnung "ISIDORE" oder ähnlich? " (2)
"Zunächst gab es AIRCENT im Camp AIRCENT. Das ist der Bereich im Westen der Gesamtanlage. AIRCENT und LANDCENT waren durch die Straße getrennt. Nach der Aufstellung von LANDCENT gab es das Camp Landcent. Hier waren außer den Stabsstellen auch die Masse der Unterkünfte, Kantinen usw. PX, San-Bereich usw. Die US hatten wesentliche Unterkünfte in der Kaserne Lariboisiere. Bekanntlich wurde der Gesamtbereich später in Camp Guynemer umbenannt. Der Bereich Camp des/les Glieres befand sich mehr oder weniger noch etwas weiter westlich vom ehemaligen Camp AIRCENT. Seinerzeit war damals dort der Motorpool von AFCENT usw. installiert. Dieser Motorpool war zu Beginn der Zeit in Fontainebleau aber im Camp Landcent in der nordwestlichen Ecke des Geländes angesiedelt, unmittelbar neben den Bahngleisen und dem Friedhof.
Zum Camp du Breau gehörten vermutlich auch die anderen militärischen Liegenschaften, inkl. der Kaserne Lariboisiere. Im alten Camp AIRCENT gab es einen Bunker. Er war aber mehr oder weniger nur ein befestigtes und mit Splitterschutz gesichertes Bauwerk. Allerdings war der Bereich zusätzlich durch starke Mauern abgesichert. Die Zugänge waren durch Eisentore gesichert. Man findet den Bunker als quadratischen Würfel; sehr gut unter Google Earth zu sehen. In diesem Bunker war auch die AIRCENT Station A1 und später die AFCENT/JCA Station 1 untergebracht. Der/die Türme standen etwas weiter entfernt, dort, wo man die Baumreihe sehen kann. Ebenso war die Fernsprech-Verm dort im Bunker installiert. Im Gelände des Motorpools gibt es heute auch noch einen langgestreckten Bunker, der m.W. als Archiv zur Lagerung von wichtigen Dokumenten dient. Ob dieser Bunker damals eine Funktion hatte, ist nicht geklärt. Alle Personen, die mit dem "Bunker" zu tun hatten, haben den Begriff Bunker verwendet. Im klassischen Sinne war er es aber nicht. Die Wehrmacht hatte in der Besatzungszeit auch mehrere Bunker in Fontainebleau." (2)
Am 7. März 1966 erklärte die französische Regierung ihre Absicht, die „volle Souveränität über französisches Hoheitsgebiet“ wiederzuerlangen – mit anderen Worten: die Präsenz ausländischer Einheiten, Anlagen oder Stützpunkte in Frankreich, die in irgendeiner Weise der Kontrolle nicht-französischer Behörden unterstanden, nicht länger zu dulden. Sie forderte die NATO auf, sich diesen Vorgaben zu fügen oder das Land bis spätestens 1. April 1967 zu verlassen. Die NATO-Führung entschied sich für den Abzug; die daraufhin eingeleitete, unter dem Codenamen FRELOC (Fast Relocation) durchgeführte Verlegung führte zur Aufgabe zahlreicher militärischer Einrichtungen, deren Aufbau in den vorangegangenen 18 Jahren mit enormem Kostenaufwand erfolgt war.
Die Strukturen für Führung und Kontrolle waren vergleichsweise einfach, solange SHAPE und das Hauptquartier des U.S. European Command (EUCOM) in Pariser Vororten nur 15 Minuten voneinander entfernt sowie in unmittelbarer Nähe zu AFCENT in Fontainebleau und zum Hauptquartier der U.S. Army Communications Zone (COMMZ) in Orléans stationiert waren. Dies änderte sich, als SHAPE nach Casteau (Belgien) verlegt wurde und das EUCOM seinen Sitz in Stuttgart bezog – eine Entfernung von 265 Flugmeilen beziehungsweise 425 Kilometern. Es dauerte Monate und kostete Millionen, die US-amerikanischen und NATO-Kommandostellen auf allen Ebenen mit ihrer umfangreichen Ausstattung an Computern, Datenverarbeitungsanlagen und Informationssystemen umzusiedeln; diese Systeme waren über Satelliten, Troposphären-Scatter-Stationen, Richtfunknetze, Relaisstationen und unzählige Meilen an Kabelverbindungen miteinander vernetzt. Nach Abschluss von FRELOC waren die Endpunkte stärker konzentriert und die Routing-Alternativen reduziert, was die Verwundbarkeit der Kommunikationssysteme erhöhte – Systeme, die für das Überleben im Kriegsfall in hohem Maße auf Redundanz angewiesen waren. Der Zugriff auf die Luftverteidigungskommunikation in Frankreich sowie auf die französischen Teilbereiche von ACE-High System – dem sicheren Sprachkommunikationsnetz des Allied Command Europe, das sich von Norwegen bis in die Türkei erstreckte – war nicht mehr gewährleistet, da die französische Regierung den Grundsatz vertrat, dass es „keine Automatismen“ (hinsichtlich der Bündnisverpflichtungen) gebe.
heute (1)
Die militärische Nutzung der Liegenschaft durch das AFCENT/JCA Microwave System wurde vollständig beendet.
2009, Das Gelände der Liegenschaft, ist unter Google Earth erkennbar.
Zufahrt
2010, Zufahrt zu der Liegenschaft
Bild - Quellenangaben
(PA) Privates Archiv
(1) Geographische Ansicht
(1) Google Earth, Google Street
(2) AFCENT / JCA Basis
(2) Quellenschutz, ID 372_01
(3) Wikipedia, Wappen des Alliierten Joint Force Command Brunssum
(4) Wikipedia, Datei:Fontainebleau schloss 04.jpg