Lammersdorf - ACE-High-Journal

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Lammersdorf

ACE-High-System, AFCENT,ab 1958 > Deutschland


NATO ACE-High-System - 1962 bis 1995

Basisseite "ACE-High System"                                  -Station Lammersdorf 

Basisseite "AFCENT Microwave System"                  - Station 22 - Lammersdorf

Basisseite "AIRCENT Microwave System"                - Station Lammersdorf

Basisseite "AFCENT Moicrowave System - CIP 67" - Station Lammersdorf

ACE-High-Station Lammersdorf 

Site Code: (AB) ALAZ
Position   
: 50°39'57.59"N/6°17'14.58"E
Höhe üNN: 593 m
Ansicht   
: aktive NATO-Liegenschaft,undatierte Luftbildaufnahme aus den 60er Jahren (1
)

Links im Bild - Britische BAOR "RAF Station Roetgen" mit den beiden quadratischen Scatter-Antennen in Richtung Swingate/UK.
Rechts im Bild - Die militärische Liegenschaft der ACE-High-Station Lammersdorf (ALAZ), sichtbar sind die 4 großen und 2 kleinen runden, stehende Scatter Parabolantennen .

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Übersichtspläne - Bezeichnungen - Transmitterverbindungen

Station Power Category - 1

Station Transmitter Typ -  3 S +  5 R (Scatter Line - Radio Line) 

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NATO Linienplan - von 1959
AB
- Moenchen-Gladbach -(Roetgen) > AA - Emden - (Aurich) - Scatter Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity 36  
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 328,00 Km 

AB - Moenchen-Gladbach - (Roetgen) > abb - Moenchen-Gladbach Tail (1) - (Hehn) - L.o.S.-Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity 60  
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 57,60 Km 

AB - Moenchen-Gladbach - (Roetgen) > RAF Roetgen (BOAR) - Cable Line - Channel Capacity o.A
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 0.20 Km

AB - Moenchen-Gladbach - (Roetgen) > FAN - Paris - (Mont Florentin) - Scatter Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity 36
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 336,00 Km 

AB - Moenchen-Gladbach - (Roetgen) > aba - Moenchen-Gladbach Tail (2) - (Millen - in Belgien) - L.o.S.-Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity 60 

Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 59,50 Km


Zeitbereich 1951 bis 1967
Es ist nicht eindeutig geklärt,ob die Transmitter Verbindung von der Station Lammersdorf, zu der Station in Maastricht,über die AFCENT Station 21 - Roclende - sur - Geer/Elst - (evtl nachfolgender Name - ACE-High-Station Moenchen-Gladbach Tail (2) Millen - Nato Code-aba) erfolgt ist, oder in einem späteren Zeitfenster das ACE-High Equipment auf der AFCENT Station 21 installiert war.

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NATO Linienplan - 
von 1976 - Revision 1981 

ALAZ - Lammersdorf > AEMZ - Aurich - Scatter Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity 36
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie -328,00 Km 

ALAZ - Lammersdorf > AHEZ - Hehn - L.o.S.-Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity 60
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie -57,60 Km 

ALAZ - Lammersdorf > HBRZ - Brunssum - L.o.S.-Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity o.A
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 37,50 Km

ALAZ - Lammersdorf > HMAZ - Maastricht - L.o.S.-Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity 120

Sendeleistung 3 Watt - mit Gerät NL 33/46
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 48,50 Km 

ALAZ - Lammersdorf > BCHZ - Chièvres - Scatter Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity o.A
Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 175,00 Km

ALAZ - Lammersdorf > BCHZ - Chièvres - L.o.S.-Line - 1,00 KW Analoges System - BCHZ - Chièvres

(> BCAZ - Casteau (Shape) - Cable Line)

Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 175,00 Km
ALAZ - Lammersdorf > FFLZ - Paris North - Scatter Line - Station mit Multiplex - Channel Capacity 36 

Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 336,00 Km 

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British Army of the Rhine (BAOR Germany - Liegenschaften)

ALAZ - Lammersdorf > RAF Roetgen (BOAR) - Cable Line - Station mit Multiplex o.A - Channel Capacity o.A

Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 0,20 Km

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SatCom System - von 1976 - Revision 1981

 ALAZ - Lammersdorf > AEUX - SatCom - Station F2 - Euskirchen - L.o.S.Line - Station mit Multiplex o.A - Channel Capacity o.A 

Entfernung zwischen den Stationen - Luftlinie - 58,00 Km 

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Das ACE-High-System mit Normal-Route (Backbone), Relocation - Route, Alternate - Route und Tail - Routes.

Normal Route

(auch als Backbone bezeichnet).Diese Bezeichnung wurde ab ca.1953 geführt.Zu dieser Zeit befand sich das NATO-HQ Allied Forces Central Europe in Fontainebleau/Frankreich.SHAPE war in Paris/Frankreich angesiedelt.

Relocation-Route
Nach dem Rückzug Frankreichs aus dem integrierten Bündnis der NATO wurde das NATO Hauptquartier AFCENT 1967 von Fontainebleau/Frankreich nach Brunssum/NL verlegt.SHAPE bezog sein neue Quartier bei Mons/Belgien.Das bestehende ACE-High-System wurde um die Relocation-Route (Umzugsroute)erweitert.


Alternate-Route
Die NATO erweiterte das bestehende ACE-High-System um die Alternate-Route.Durch die Erweiterung des Systems wurde die Verbindung zwischen Deutschland und Italien sicher-gestellt,zumal die Abschaltung der bisherigen Verbindung England, Frankreich, Italien nur noch eine Frage der Zeit war.


Tail-Route

Einzelverbindungen von Knotenpunkten der Normal-,Relocation- und Alternate-Route zu ausgewählten Standorten.



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Link Seiten, sonstige Publikationen
"Die Geschichte des ACE High-Networks und seiner Freunde der AFCENT - Region in Frankreich [1]
Die militärischen und zivilen Aktivitäten stehen im Zeichen der Vergänglichkeit und verändern sich um zu überleben. Die Geschichte des Telekommunikationsnetzes der NATO [1], das ACE High-Netzwerk [2], ist dafür ein gutes Beispiel.

[1949] Die NATO entstand 1949 unter dem Phänomen der steigenden atomaren Bedrohung, die die UdSSR [3] und ihre Verbündeten auf die freie westliche Welt ausübten.

Militärisch umfaßte die NATO ein Alliiertes Oberkommando (SHAPE) [4] in Rocquencourt [5] bei Versailles und drei regionale Kommandobehörden (RHQ) [6], die untereinander durch verschiedene damals mögliche Fernmeldesysteme verbunden waren: Richtfunkstationen auf VHF-Basis, Telefonverbindungen über zivile Fernkabel- und Richtfunklinien und weitere Radionetzwerke. Alle technischen Mittel hatten jedoch Schwachpunkte in punkto Zuverlässigkeit, Abhörsicherheit, Verschlüsselung der Daten und in der Übertragungsdauer. Die Schwachpunkte konnten durch die troposphärischen Prodiffusionstechniken weitgehend beseitigt werden, die in den 50er Jahren in den USA entwickelt worden waren und somit in die Installation des ACE-High-Netzwerks integriert wurden.
[1956] erteilte die NATO (SHAPE) der Firma STC  [7], einem Unternehmen für Planung, Design, Engineering und Installation den Auftrag, das ACE-High-Netzwerk in Europa zu installieren, um eine 6.739 km lange Transmissionsstrecke (Backbone Route/Basisnetz [8]) zwischen Nordnorwegen und dem Süden der Türkei einzurichten. Um die nötigen praktischen und technischen Erfahrungen in Europa zu sammeln, wurde   
 
[1958] in Norwegen ein vorläufiges Netzwerk von 4 Stationen (Hot Line [9]) installiert, anschließend wurde diese Pilotprojekt-Verbindung in das ACE-High-Netzwerk integriert. Dazu gehörten bis zu 49 Stationen in Europa. Das System wurde als „Tropospheric-Scatter-Communications-Network“ (OH [10]) bezeichnet und verfügte zusätzlich zu den OH-Stationen noch über bis zu 40 Richtfunkstationen (L.o.S. [11]), die quasi in direkter Sichtverbindung zur nächsten Station installiert worden waren. An den unterschiedlichen Endpunkten befanden sich die verbunkerten Anlagen der Kommandostäbe. Die 10 französischen ACE High-Stationen [12], die nach Verlegung von SHAPE nach Casteau/Belgien und Aufgabe der AFCENT-Führungsbunker im Camp de Margival bei Laffaux/Frankreich im Jahr 1979 auf 8 Stationen reduziert [13] wurden, blieben weiterhin das zentrale Element in der AFCENT-Region.
Durch Positionierung der ACE-High-Stationen an topographisch ausgewählten Standorten, teilweise auch in großen Höhen, konnten mit den 20-30 m großen Parabolantennen bzw. Flächenantennen (Billboard-Antenne) zwischen zwei ACE High-Stationen Entfernungen von 200-300 km überbrückt und im gesamten System eine sichere Übertragung von Telefon- und Telegrafenverbindungen, besonders der Radardaten für das terrestrische Frühwarnsystem (Early Warning System [14]), gewährleistet werden. Die technischen Einrichtungen der ACE-High-Stationen wurden von hoch spezialisiertem nationalem Personal bedient.

[1961] Nach Lösung der technischen Probleme ging das ACE-High-Netzwerk 1961 in Betrieb. Für die weiteren erheblichen administrativen Aufgaben wurden für alle drei Regionen in Europa (AFNORTH [15], AFCENT [16], AFSOUTH [17] und die 5. ATAF [18] einschließlich der Türkei) das NATO Transmissions-Regiment [19] aufgestellt. Dieses Regiment koordinierte regional die Aufgaben der einzelnen Nationen und überwachte die Erstellung von Gebäuden und Infrastrukturen, plante die Unterbringung der Mitarbeiter und deren Familien an den oftmals sehr schwer zugänglichen Orten der Region. Die Bereitstellung von Energie und Versorgung erforderte ebenfalls erhebliche Aufwendungen, ebenso die Sicherung und Bewachung der ACE High-Stationen. Der gesamte Arbeitsumfang des Transmissionssystems wurde von SHAPE überwacht.

Die Techniker aus den jeweiligen Nationen wurden der NATO-Verantwortlichkeit unterstellt. Nach der Zuweisung wurden die Techniker an die ACE-High-Schule NCISS [20] in Latina/Italien zu einer spezifischen technischen Ausbildung entsandt. Der Lehrgang war ein Höhepunkt in ihrer Karriere, die sie mit den anderen Betreibern der ACE-High-Stationen kameradschaftlich verband. Bis 1972 wurden der technische Betrieb und die logistische Unterstützung der acht französischen Stationen zwischen den drei französischen Teilstreitkräften aufgeteilt. (Armée de l’Air - Luftwaffe - mit 3 Stationen/Marine Nationale - Marine - mit 2 Stationen/Armée de Terre - Heer - mit 3 Stationen). Aufgrund von Personalknappheit in den Teilstreitkräften Heer und Marine betreute die französische Luftwaffe von 1972 bis 1975 die französischen ACE-High-Stationen.

[1966] Frankreich verließ im Jahr 1966 das integrierte Militärkommando der NATO, blieb aber weiterhin in der atlantischen Allianz integriert. Die Verantwortung für den französischen ACE High-Abschnitt wurde unter der Bezeichnung FSB [21] nach Brunssum/Niederlande verlegt. Der französische AFCENT-Bereich wurde dem französischen Verteidigungsministerium in Paris zugeordnet, respektive die Befehlsverantwortlichkeit der MMF [22]. Diese Änderung führte nicht zur Beeinflussung der NATO-Strategie. Von den acht Kontrollzentren in Europa wurde das Master-Kontrollzentrum von Paris-Nord [23] bei Beauvais nach Lammersdorf [24] in Deutschland verlegt. Diese heikle Operation unter der Bezeichnung "switch over“ wurde erfolgreich durchgeführt.

Die damalige hohe Verfügbarkeit des Systems von 99,99 % war nicht nur aufgrund des Materials und der Technik gegeben, sondern vielmehr durch den sehr hohen persönlichen Einsatz des Betriebspersonals.

Für die regelmäßige Wartung und Instandhaltung waren die MMT-Teams [25] zuständig. Sie entwickelten und verbesserten die Anlagen nach den Vorgaben von SHAPE kontinuierlich weiter auf den neuesten technischen Stand.
Aus Gründen der Zusammenarbeit, des Erfahrungsaustausches und der Koordination wurde jedes Jahr durch eine Nation die „Jahreskonferenz der Stationsleiter" organisiert. Die zuständige FSB-Zentrale [26] lud die Controller, die MMT-Mitglieder zur Unterstützung der Gastgeber und die meisten Ehefrauen hierzu ein. Das war der Beginn einer langen 

[1976] internationalen Freundschaft. Der moderne „Babel-Turm“ baute also bis zur Schließung der Stationen im Jahr 1996 sehr starke persönliche Bindungen auf. 1976 wurde auf der Station Pierre-sur-Haute [27] bei Lyon im französischen Zentralmassiv auf Initiative von Jacques Michault [28] eine Interessengemeinschaft aus ACE-High-Veteranen und Freunden des ACE High-Systems ins Leben gerufen. 100-150 Personen aus verschiedenen europäischen Nationen treffen sich Jahr für Jahr an wechselnden Orten in Frankreich, um mit diesen regelmäßigen „Meetings“ die Zusammengehörigkeit der Gruppe zu stärken und zu pflegen und das ACE-High-System in Gedanken weiterleben zu lassen.
Der technologische Wandel und die Umstrukturierung der europäischen Staaten gemäß der strategischen Lage sind die maßgeblichen Ursachen für die Abschaltung und Auflösung des ACE High-Systems. In den 70er Jahren, mit der Positionierung der ersten geostationären Umlaufbahn des Satelliten-Netzwerkes [29] und den angemieteten erdgebundenen Telefonleitungen nationaler öffentlicher Betreiber, die das ACE-High-Netzwerk somit erweiterten, wurden diese interregionalen Kommunikationssysteme als NICS [30] bezeichnet. Die Zusammenführung der verschiedenen Übertragungssysteme zeichnete sich durch große Zuverlässigkeit und Flexibilität aus, vor allem, wenn bei Satellitenwechsel umfangreiche Schaltungsänderungen (System-Konfigurationen) durchgeführt werden mussten.

[1995] wurden die NATO IV-Satelliten Typ B, britischen Designs [31] in Betrieb genommen. Die vom ACE-High-System verwendeten Frequenzbänder mussten für den Fernseh- und 

[1996] Mobiltelefonempfang, wie im Jahr 1956 vertraglich vereinbart, wieder freigegeben werden. Es wurde beschlossen, das ACE-High-System 1996 außer Betrieb zu nehmen und die Frequenzbänder zurückzugeben. Die Verbindungen zwischen den bestehenden NATO-Staaten wurden dann durch das CRONOS-Netzwerk [32] und über die Internet-Router sichergestellt.
In der Legende der Jahrhunderte wurden die Pfeile, die Kain in den Himmel abschoss, auf die Sterne abgelenkt. In ähnlicher Weise durchbrechen heute die Wellen die troposphärische Schicht und werden auf die Satelliten abgelenkt. Statt sich vom Fortschritt erschlagen zu lassen, besuchen die Ehemaligen der ACE-High-Stationen heute die Orte der Vergangenheit, die nun von den Jungen besetzt sind, und sie betreten so die Zukunft [33]."
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Text - Quellenangaben "Die Geschichte des ACE High-Networks und seiner Freunde der AFCENT - Region in Frankreich"
[1] NATO-North Atlantic Treaty Organization.
[2] ACE-High–Tropospheric Network, ACE–Allied Command Europe, HIGH –Bandbreite des UHF-Bereiches.
[3] UdSSR–Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken.
[4] SHAPE –Supreme Headquarters Allied Powers Europe, Kommandobehörde, Alliiertes Oberkommando Europa.
[5] SHAPE befand sich ab Juli 1951 in Roquencourt bei Versailles.
[6] RHQ–Regional Headquarters, Kommandobehörde, vergleichbar einer Heeresgruppe.
[7] STC–International Standard Electric Corporation.
[8] Backbone Route – Hauptroute/Basisnetz.
[9] HOT LINE–Bodö -ND/Mosjöen -NE/Trondheim -NF/Oslo -NG.
[10] OH–Over the Horizon.
[11] L.o.S.–Line of Sight.
[12] 10 ACE High-Stationen in Frankreich, Paris-Nord–FFLZ/Taverny–FTAZ/Paris Tail 2, Saint Germain –fac/Paris Tail 2,
Extention SHAPE/Emeville–FEMZ/Paris Tail 1, Laffaux–faa/Rozoy Bellevalle–FRBZ/Rohrbach–FROZ/Lyon–FLYZ/Nice–FNIZ.
[13] ACE High-Stationen in Frankreich außer Betrieb, Paris Tail 2–Saint Germain–fac/Paris Tail 2–Extention SHAPE.
[14] Early Warning System–Frühwarnsystem.
[15] AFNORTH–Allied Forces Northern Europe.
[16] AFCENT–Allied Forces Central Europe.
[17] AFSOUTH–Allied Forces Southern Europe.
[18] 5. ATAF-5th Allied Tactical Air Force.
[19] NSB–NATO Signal Battalion.
[20] NCISS–NATO Communications and Informations Systems School.
[21] FSB–Forward Scatter Branch.
[22] MMF–Militärmission Frankreich.
[23] Paris Nord–FFLZ.
[24] Lammersdorf–ALAZ.
[25] MMT–Mobiles Instandhaltungs Team.
[26] FSB–Forward Scatter Branch.
[27] LYON–FLYZ.
[28] Jacques Michault–Colonel der französischen Luftwaffe, Armée de l’Air.
[29] Satelliten-Netzwerke–NATO SATCOM.
[30] NICS–NATO Integrated Communications Systems.
[31] NATO IV Satelliten, Typ B, britischen Designs, Netzwerk SKYNET.
[32] CRONOS-Netzwerk–Crisis Response Operations in NATO Operations Systems.
[33] Historique du Reseau ACE High et de son amicable–sinngemäße Übersetzung der Dokumentation–06.03.2014–Vers. 4.0." [1]

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Publikationen, zum Westwalltag 2014

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Bilddokumentationen, in der Betriebsphase

Bilddokumentationen, 2005

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weitere Bilddokumentationen, siehe auf der Seite:  Lammersdorf - Bilddokumentationen

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Beschreibungen

"ACE-High-Station Lammersdorf" - die Daten

Die ACE-High Station Lammersdorf wurde Anfang der 50er Jahre erbaut und ging nach einer Testphase in die offizielle Betriebsphase. Die Betriebsphase endete mit Schliessung der ACE-High Station im Februar 1995.


Adresse: Deutsche Richtfunkstelle, 5101 Lammersdorf über Aachen 1

Telefon : Simmerath 181 oder 2473


Die Bezeichnung der ACE-High Station lautete nach der offizielen Inbetriebnahme der Station - "Moenchen-Gladbach - (Roetgen)" und die NATO Code hierzu war "AB".
AB
- Moenchen-Gladbach  (Roetgen) (A) Allemagne (B) NATO Codierung - Station B  
Im Jahr 1971 wurden dann  alle ACE-High Stationen im " ACE High Network  Europe " neu codiert, die Bezeichnung der ACE-High Station lautete danach "Lammersdorf" und die NATO Code hierzu "ALAZ".

ALAZ - Lammersdorf (A) Allemagne (LA) Lammersdorf,Stadt/Ort in der Nähe (Z) ACE-High System


"ACE-High-Station Lammersdorf" - die Geschichte (2)

Die ehemalige ACE-High-Station Lammersdorf - NATO Code ALAZ, resp.Deutsche Richtfunkstelle - erste Bezeichnung der Station mit NATO Code AB - wurde Anfang der 50er Jahre auf der Berghöhe Langschoß 583 üNN, auf einem 38.400 m2 weitflächigen Holzlagerplatz der Forstverwaltung der Gemeinde Simmerath, direkt neben der militärischen Liegenschaft der britischen Rheinarmee BAOR "RAF Roetgen", erbaut und ist bis zu der Abschaltung, von deutschen Militärpersonal der Luftwaffe im Auftrag der NATO betrieben worden. Bei der nahe gelegenen miltärischen Liegenschaft der britschen Rheinarmee "RAF Roetgen" handelt es sich um eine bereits nach dem zweiten Weltkrieg installierte Basis der britischen Rheinarmee die in den 70er Jahren eine dierkte Scatter Verbindung nach Swingate in England installiert hatte.

Die Station ist ca. fünf Kilometer ausserhalb der Ortschaft Lammersdorf,direkt neben der Bundesstrasse "B 339" gelegen, und war eine sehr wichtige NATO Station - "Lammersdorf Control Station" - in dem System der NATO und diese Routenverbindung wurde als "Normal Route" bezeichnet und führte weiter nordwärts zu der 326 Km entfernten deutschen ACE-High-Station Aurich - AEMZ, mit Weiterführung der Route über Dänemark nach Norwegen. Eine weitere westliche Verbindung Führte zu der in Belgien gelegenen ACE-High-Station Chièvres - BCHZ,von hier mit direkter Verbindung zu dem NATO Hauptquartier - SHAPE - in Mons. Eine weitere westliche Verbindung führte von der ACE-High-Station Lammersdorf nach Frankreich zu der ACE-High Station-Paris North - FFLZ, die bis 1967 die "Paris North Control Station" war. In dem NATO ACE-High-System gab es in den verschiedenen Regionen jeweils eine Control Station - PCC -. Im AFNORTH Bereich war es die ACE-High-Station Oslo, im AFSOUTH Bereich die ACE-High-Station Rome und im AFCENT Bereich die ACE-High Station Paris North, die durch Verlegung von SHAPE nach Mons auf die ACE- High-Station Lammmersdorf übertragen wurde.
Die 38.400 m2 grosse militärische Liegenschaft ist mit einer noch vorhandenen zwei Meter hohen Zaunanlage, mit zusätzlich aufgesteckten Stacheldraht abgesichert, diese wurde von einem zivilen Wachschutz mit Hunden permanent überwacht. Der freie Sicherheitsstreifen zwischen dem Wald und dem Sicherheitszaun betrug ca.zwölf Meter und wurde zusätzlich mit starken fest installierten Lampen ausgeleuchtet.

Die Hundezwinger waren in den ersten Jahren zwischen dem Power Building und dem Office Building installiert worden, wurden dann aber wegen der starken Lärmbelästigung durch die Notstromaggregate auf die freie Fläche hinter den Scatter Antennen Richtung Aurich verlegt.(2)

Die Eingangswache der Station befand sich in dem linken Gebäudeteil des Personal Building und beinhaltete den mit Panzerglas geschützten Wachraum und einen dahinter liegenden Ruheraum. Von den grossen Sichtfenstern aus wurde die einzige Zufahrt zu der militärischen Liegenschaft überwacht.
In dem Personal - und Unterkunftsgebäude, Nutzfläche 503 m2, sind die verschiedenen Räumlichkeiten, wie die Schlafräume des Stationspersonals - Techniker und Cheftechniker, Zimmer für Gäste sowie für den Fahrdienst und die Sanitäreinrichtungen vorhanden. Eine kleine Küche mit angeschlossenen Aufenthaltsraum konnte bei Bedarf genutzt werden, die Versorgung der Station erfolgte von extern.

Im Kellerbereich des Personalgebäudes befand sich ein kleiner Schutzraum, Lagerräume und die technischen Räume für die Heizungsanlage und die Wasseraufbereitungsanlage. Die ACE-High Station verfügte über eine eigene Wassserquelle und eine interne drei Kammer Kläranlage. Der Kellerbereich hatte einen direkten Zugang von der Rückseite des Gebäudes und einen Zugang von dem Innenbereich. Das Gebäude wird jetzt anderweitig genutzt.
Der grosse Schutzraum (BW 20) war in der Nähe des Personal- und Unterkunftgebäude errichtet worden und hatte eine Kapazität für 20 Personen. Der auf der militärischen Liegenschaft liegende Zugang des Bunkers war somit von allen Gebäuden der ACE-High-Station Lammersdorf schnell erreichbar.
An der Bundesstrasse "B 339",quasi gegenüber der ACE-High-Station Lammersdorf, nur durch einen Waldstreifen getrennt, war der Energie - Übergabepunkt des regionalen Stromversorgers. Von hier ausgehend verlief das unterirdisch verlegte HV - Leistungskabel weiter zu dem Technik - Raum des Power Building. Hier waren die für die für die Versorgung der Station erforderlichen Transformatoren und Schaltanlagen installiert.
Die ungesicherte elektrische Versorgung der ACE_High Station Lammersdorf erfolgte von dem Power Building, Nutzfläche 190 m2.
Das Powerhaus hatte, wie fast alle Stationen der "Normal Route", zwei Stück Notstromaggregate für die Versorgung der gesamten militärischen Liegenschaft. Hier auf der ACE-High-Station Lammersdorf waren zwei V 12 Zylinder Notstromaggregate der Firma KHD mit angeflanschten Piller - Generatoren (Osterode am Harz) installiert gewesen. Die gesicherte elektrische Versorgung wurde von der in einem separaten Gebäude installierten unterbrechungsfreien Stromversorgungsanlage übernommen. (No Break Building)
Vor dem Power Building, auf der rechte Seite, befanden sich die externen Tankanlagen für die Notstromaggregate, die Kapazität dieser Tankbehälter betrug 2 x 50.000 Liter.Die technischen Einrichtungen des Gebäudes, sowie die im Erdreich installierten Versorgungsanlagen wurden demontiert und entsorgt. Das Gebäude wird jetzt anderweitig genutzt.(2)
Das Radio Equipment Building, Nutzfläche 700 m2 ,befindet sich in einem baulich guten allgemeinen Zustand. Das Gebäude ist im Prinzip wie alle anderen Radio Equipment Buildings des ACE-High Networts in etwa baugleich ausgeführt. Im Eingangsbereich befinden sich die Sanitäreinrichtungen, einige Büroräume für den Stationschef und den Techniker, sowie kleine Lagerräume und Besprechungsräume. Ein relativ grosser Raum, 150 m2, wurde für die Geräte der L.o.S.-Installationen bereit gestellt. Der grösste Raum, mit 270 m2, war für die Geräte der O.H. Installation vorgesehen, hier waren die Empfangs- und Sendemodule installiert. Der letzte Raum des Gebäudes, 100 m2, war für die technischen Geräte der Wasserkühler und Dehydrator - Verdichter vorgesehen, dieser Raum ist an den jeweils vier Zuluft-und Abluftkanälen gut zu erkennen. Die Technische Einrichtungen sind hier auch nicht mehr vorhanden. In dem vormals grossen O.H.Raum des Gebäudes sind die Durchbrüche für die Antennenkabel der Kanäle noch sichtbar,ebenfalls die Durchbrüche für die L.o.S.-Kabel zu dem L.o.S.-Transmitter - Betonturm. Das Gebäude wird jetzt anderweitig genutzt.
Unter den technischen Räumen des Radio Equipment Gebäudes, im Bereich der Kühlanlagen und Dehydrator, sind zwei grosse Garagen integriert. on hier aus erfolgt der Zugang zu dem Keller, der im hinteren Teil als Kriechkeller ausgeführt wurde.
Von dem Zugang zu dem Radio Equipment Building wurde das angebaute Office - und Control Building erreicht. In diesem und in dem in den 80er Jahren erweiterten Gebäudeteil waren später die Büroräume und das Contol Zentrum der ACE-High-Station Lammersdorf untergebracht. Zu den verschiedenen Räumlichkeiten gehörte eine kleine Küche und ein Aufenthaltsraum. Das Gebäude wird jetzt anderweitig genutzt.
Der vor dem Office- und Control Building aufgestellte MMT - Container, wurde von dem MMT- B Team genutzt.Das Mobile Maitenance Team B, war für die Revision der Transmitter Anlagen im AFCENT Bereich verantwortlich und versorgte diesen Bereich. Der Container wird jetzt anderweitig genutzt.
Das hinter dem Radio Equipment Gebäude installierte No Break Building, Nutzfläche 50 m2, ist noch vorhanden. Durch die Installation des No Break Equipment - G 111 - erfüllte die ACE- High- Station Lammerdorf die Spezifikation für die Stationen der Kategorie 1. Die beiden jeweils 155 KVA Maschinensätze der unterbrechungsfreien Stromversorgung sind demontiert worden, ebenso die für den Betriebsablauf erforderlichen technischen Schaltanlagen. Das Gebäude wird jetzt anderweitig genutzt.
Der 38 mtr. hohe rot - weiss gestreifte L.o.S.-Transmitter Betonturm, ist von weiten sichtbar und zeigt somit den Standort der ACE-High-Station Lammersdorf an.Von dem Beton Transmitterturm, führten L.o.S.-Verbindungen zu den verschiedenen ACE-High Stationen im AFCENT Bereich. Z.B > ACE-High-Station Hehn - AHEZ > ACE- High-Station Maastricht - HMAZ > ACE-High- Station Brunssum - HBRZ.In den Jahren 1962 bis 1967 waren noch weitere Transmitterverbindungen zu der AFCENT Microwave Station 23 in Mönchengladbach - Rheindahlen und der AFCENT Microwave Station 21 - Roclenge sur Geer und zu der AFCENT Microwave Station Prüm - Air installiert. Der L.o.S.-Betonturm wird heute weiterhin für zivile Transmitterverbindungen genutzt.
Von dem L.o.S.-Transmitter Betonturm führte eine weitere sehr wichtige Verbindung zu der SatCom Station - F2 - Site Code AEUX nach Euskirchen, mit direkter Anbindung an das Bundesamt für Verteidigung in Bonn.
Eine erdgebundene Kabelverbindung führte zu der 250 mtr entfernten britischen Station (BOAR) "RAF Roetgen", welche u.a. eine direkte Scatter Verbindung mit der "Station Swingate" in England hatte.
Auf der militärischen Liegenschaft waren verschiedene Scatter Antennen installiert. Die vier Scatter Antennen in Richtung Aurich (2 Stück) und Paris North (2 Stück) hatten einen Durchmesser von 20 mtr.und wurden von der Firma Krupp - Rheinhausen gebaut. Das Gewicht je Antenne betrug ca. 1250 Kg ohne die Abstützungen. Die Troposcatter Verbindung der "Normal Route" kommend von der nördlich gelegenen ACE-High-Station Aurich - AEMZ, führte durch Deutschland über eine Distanz von 326,00 Km zu der ACE-High-Station Lammersdorf - ALAZ und von dort westlich weiter zu der in Frankreich gelegenen ACE-High-Station Paris North - FFLZ. (3)
Die beiden kleineren Scatter Antennen in Richtung Chièvres hatten einen Durchmesser von 10 mtr. Diese Troposcatter Verbindung führte von der ACE-High-Station Lammerdorf zu der in Belgien gelegenen ACE-High-Station Chièvres. Das Bild zeigt die beiden Transmittertürme mit dem davor installierten " Shelter". In späteren Jahren wurden die in dem Shelter installierten technischen Anlagen in dem Radio Equipment Gebäude untergebracht.(5)

"ACE-High-Station Lammersdorf" - heute (4)

Die militärische Nutzung der Liegenschaft wurde vollständig beendet. Nach Abschaltung der ACE-High-Station Lammersdorf wurde diese in den nachfolgenden Jahren, (Stand - Sommer 2014)  anderweitig genutzt.

Das Gelände der kommunalen Liegenschaft, mit den vorhandenen Gebäuden, ist unter Google Earth erkennbar.

2016, Zufahrt zu der kommunalen Liegenschaft.

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"ACE-High-Station Lammersdorf" - die Umgebung


2014 - Ahrweiler         - Regierungsbunker "THW2" - Marienthal

2015 - Münstereifel     - FHQ (Führerhauptquartier) "Felsennest"

2015 - Düren              - Nike Hercules Site (Thum/Drove) 

2015 - Erndtebrück     - Bunker "Erich"

2015 - Erndtebrück     - Bunker "Erich" - Luftraumübewachung (Ebschloh)

2015 - Erndtebrück     - Bunker "Erich" - Rx Site 

2015 - Erndtebrück     - Bunker "Erich" - Tx Site 

2006 - Hürtgen          - Kriegsgräber - WKII

2014 - Kirspenich       - Nachrichtenbunker "THW3"

2013 - Lammersdorf  - Panzersperren - WKII

2014 - Langschoß      - Wasserbunker - WKII

2013 - Langschoß      - Feuerwachtturm

2005 - Monschau       - (City)

2014 - MönchengladbachFunkübertragungsstelle, Mönchengladbach 1 (der „Balderich“)

2015 - Nörvenich      - Fliegerhorst (Tag der offenen Tür)

2015 - Nörvenich      - Kommandobunker Fliegerhorst (Tag der offenen Tür)

2006 - Roetgen        - Station - RAF/BAOR [2006 > 2015]

2006 - Dover            - Royal Air Force, United Kingdom - Station Swingate

2013 - Paustenbach  - Eifelkreuz auf dem Kopp

2014 - Satzvey         - Sonderbauwerk "Steinfurt" (Ausweichsitz der Landesbank Nordrhein-Westfalen)

2013 - Schleiden      - Vogelsang - NS Ordensburg - WKII

2013 - Schleiden      - Vogelsang - Westwall - Igelstellung - WKII
2015 - Staffel           - Postbunker Staffel - "Sonderbetriebsstelle Kesseling"
2013 - Wollseifen     - das verlassene Dorf 
2007 - Teveren        - 25 Jahre Awacs (Tag der offenen Tür)
2013 - Vossenack     - Hürtgenwald Museum - WKII
2005 - Vossenack     - Hürtgenwaldmarsch (2005 > 2016)
2014 - Vossenack     - Kriegsgräber - WKII



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Bild - Quellenangaben
(1) Quellenschutz, ID 371_02
(2) Quellenschutz, ID 321_01
(3) Quellenschutz, ID 353_01
(4) Google Earth/Google Street

(5) Quellenschutz, ID 327_01

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Text - Quellenangaben

[1] Historique du Reseau ACE High et de son amicable – sinngemäße Übersetzung der Dokumentation – 06.03.2014 – Vers. 4.0

 
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