Das Richtfunk-Verbindungssystem stellte ein frequenzmoduliertes Richtfunksystem dar, mit dem moderne, flexible Richtfunknetze mit mobilen und festen Stationen aufgebaut werden konnten.
Station 3 war eine Dreifach-Relaisstelle. In der Regel verwendete man auf den Stationen Antennentürme des Herstellers Hein-Lehmann. Die Antennentürme wurden bis zu 43 m Höhe aufgebaut. Parabolspiegel wurden mit einem Durchmesser von 1,8 und/oder 2,0 m verwendet, je nach Anforderung der geografischen Lage der Station und der Übertragungsgüte zwischen zwei Stationen. Das Foto der Station zeigt an, dass Parabolspiegel auch niedriger angebracht werden konnten, wenn die Übertragungsgüte ausreichend war.
Station 10 war ausgestattet mit einem Turm von mehr als 50 m Höhe. Die auf dem Foto sichtbaren Parabolspiegel strahlten ausnahmslos in Richtung Station 9 bei Èmèville. Der erste Spiegel von oben überträgt das PPM 24/2000 von Station 10 nach Station 9 mit Weiterführung nach Station 1 in Fontainebleau. Übertragen wurde das F-System. Die beiden unteren Parabolspiegel übertragen jeweils 60 Kanäle des Bell-Systems von der ACE-High Station Margival-Laffaux nach ACE-High Station Èmèville mit Weiterführung nach ACE-High Station Paris-Nord und Paris-Süd.
Auf der Rückseite des Turmes von Station 10 befindet sich ein einzelner Parabolspiegel mit Strahlrichtung nach Station 7 bei St.Erme. Über diese RV-Strecke wurde das US RV-System RCA CW 20A mit Multichannel 12/24 Kanal als D-System übertragen.